Energiewechsel

Werdau: Stadträte, -verwaltung und Gesellschaften debattieren

Pressemeldung vom 10. Februar 2017, 13:54 Uhr

Im Jahr 1999 fasste der Stadtrat der Stadt Werdau den Beschluss zum Werdauer Hallen- und Freibades „WEBALU“. Wie bei anderen Bädern kann sich diese Einrichtung nicht aus den Einnahmen selbst tragen, ist also auf laufende Zuschüsse angewiesen. Diese kamen zunächst direkt aus dem städtischen Haushalt.

Ziel seit 2003 war es, die Gewinne der Stadtwerke Werdau GmbH zum Ausgleich des Verlustes des Bades zu verwenden. Doch bereits 2007 / 2008 musste die Stadt Werdau mit 1,35 Mio. Euro zusätzlich eingreifen.

Nach den beiden milden Wintern 2014/15 und 2015/16 reichen die Überschüsse erneut nicht mehr aus, um das Defizit auszugleichen. Hinzu kommt, dass sich die steuerlichen Rahmendaten, unter anderem im Energiebereich, zuletzt stark negativ verändert haben. In einigen Bereichen ist eine endgültige Klärung gar noch offen. Steigende Kosten durch die Mehrwertsteueränderung im Saunabereich oder die Mindestlohneinführung haben das Defizit beim Badbetrieb in den letzten Jahren ausgeweitet.

Die Stadt Werdau und die Gebäude- und Grundstücksverwaltungs-GmbH Werdau als Gesellschafter der Stadtwerke und die Stadtwerke selbst nun sind gefordert, Lösungen für diese finanzielle Situation zu suchen. Vorerst soll dabei ein Zeitraum von fünf Jahren betrachtet werden. Das ist in Anbetracht der ohnehin angespannten Haushaltslage eine große Herausforderung. Denn allein das Defizit im Haushaltsplan 2016 betrug 1,6 Mio. Euro. Zu deren Verbesserung liegen bereits mehrere Dutzend Vorschläge zur Finanzierung vor (? Hintergrundinformationen). Diese werden jedoch nicht ausreichen, um Defizit zu beseitigen.

Die im laufenden Betrieb des WEBALU entstehenden Kosten können nach Auffassung von Oberbürgermeister Czarnecki nur durch laufende Einnahmen gedeckt werden, damit die Zukunft der beliebten Freizeiteinrichtung gesichert wird. Bereits seit November 2016 wird mit Stadträten diskutiert, um geeignete Wege der Finanzierung zu finden und somit die Bevölkerung möglichst wenig zu belasten. Gleichzeitig soll die Angebotsvielfalt im Bereich Kultur und Sport gesichert werden. Ein denkbar schwieriges Unterfangen.

Nach gewissenhafter Prüfung liegen dem Stadtrat nunmehr zwei Beschlussvorlagen zur Beratung und Abstimmung am 16. Februar vor:

1. Übertragung von Unternehmensanteilen und der damit verbundenen Dividendenausschüttung. 2. Erhöhung der Grundsteuer B von 455 auf 475 v.H. zur Deckung der jährlichen Mindereinnahmen aus der Übertragung von Unternehmensanteilen.

Quelle: Öffentlichkeitsarbeit und Stadtmarketing der Stadtverwaltung Werdau

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